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Blutspende beim DRK Sömmerda

Es gibt kein „künstliches Blut“! – Deswegen brauchen wir Sie!!!


Blut kann nur vom Körper selbst gebildet werden und ist durch nichts zu ersetzen. Blutprodukte sind nicht nur für viele Menschen (sogenannte Bluter) von Geburt an lebenswichtig. Sie helfen auch, in Notfällen Leben zu retten: Durch einen Verkehrsunfall oder eine schwere Erkrankung kann jeder plötzlich in die Lage gerate, Transfusionen zu benötigen.

Sieben regional tätige Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes sind verantwortlich für die flächendeckende, umfassende Versorgung der Patienten in der Bundesrepublik Deutschland mit Blutpräparaten - rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Ablauf einer Blutspende

Blutspendern ist das Verfahren bereits bekannt. Wer jedoch zum ersten Mal spendet oder noch nicht ganz entschlossen ist, hat wahrscheinlich viele Fragen oder auch Bedenken. Was passiert bei einer Blutspende eigentlich genau? Wie lange dauert sie? Was muss ich beachten? Um Ihnen Ihre Entscheidung etwas zu erleichtern, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Stationen einer Blutspende vor und hoffen, auch Sie bald bei einem unserer Blutspendetermine begrüßen zu dürfen.

 

Foto: junge Frau bei Anmeldung zur Blutspende
Foto: D. Ende / DRK

Anmeldung

An der Anmeldung werden zuerst Ihre persönlichen Daten überprüft. Bei Erstspendern werden diese Daten von uns erfasst, denn wir müssen ja jede Spende genau dokumentieren. Hierfür benötigen Sie nicht nur Ihren Blutspender- und Unfallhilfepass sondern auch unbedingt einen gültigen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis).

Foto: Blutwertermittlung
Foto: D. Ende / DRK

Feststellung wichtiger Gesundheitsdaten

Danach werden die Körpertemperatur (im Ohr) und der Blutfarbstoffgehalt (Hämoglobinwert) festgestellt. Ein winziges Tröpfchen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen reicht dafür aus. Blutdruck und Puls werden gemessen und alle Werte werden dokumentiert. Diese Daten geben zusammen mit dem ausgefüllten Anamnese-Fragebogen dem Arzt wertvolle Hinweise für seine Entscheidung über die Zulassung zur Blutspende.

Foto: Blutdruckmessen und Ausfüllen eines Fragebogens durch den Arzt
Foto: D. Ende / DRK

Anamnese

Vor jeder Blutspende füllen Sie einen ausführlichen Fragebogen bezüglich Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte aus.

Spenderzulassung

Ein approbierter Arzt bespricht mit Ihnen den ausgefüllten Fragebogen, die erhobenen Gesundheitsdaten und entscheidet dann, ob Sie zur Blutspende zugelassen werden können, oder ob Sie zeitlich befristet oder sogar auf Dauer von einer Blutspende ausgeschlossen werden müssen. Die Gründe werden Ihnen selbstverständlich erläutert.

Foto: Blutspende
Foto: D. Ende / DRK

Blutentnahme

Nun folgt die eigentliche Blutspende. Sie legen sich aufs Entnahmebett. Nach einem kleinen Pieks durch eine unserer erfahrenen Krankenschwestern werden Ihnen ca. 500 ml Blut entnommen. Zusätzlich befüllen wir drei bzw. vier Laborröhrchen für die Untersuchung Ihrer Blutspende in unserem Labor. Das dauert ungefähr 10 Minuten. Der Einstich wird mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband geschlossen.

Foto: Hände beim Essen
Foto: D. Ende / DRK

Ruhezeit und Verpflegung

Nach der Blutentnahme sollten Sie etwa 10 Minuten ruhen, damit sich Ihr Kreislauf an die veränderten Bedingungen nach der Blutentnahme gewöhnen kann. Anschließend treffen Sie sich mit den anderen Spendern bei einem Imbiss. Sollten Sie sich nicht wohl fühlen, so ist medizinisch geschultes Personal sofort verfügbar. Sie haben jetzt etwa eine Stunde Ihrer Zeit geopfert, aber geholfen, Leben zu retten.

Häufigkeiten der ABO- Blutgruppen

Welche Spendearten gibt es?

Blutspende

Sie wird am häufigsten durchgeführt, und anschließend wird das entnommene Blut in verschiedene Komponenten aufgetrennt. Es dürfen insgesamt bei einer Blutentnahme höchstens 10 % des gesamten zirkulierenden Blutvolumens (500 ml +/- 10 %) entnommen werden, was in der Regel auch bei der Erstspende ohne Probleme vertragen wird. Der Abstand zwischen zwei Blutspenden soll im Regelfall 12 Wochen betragen, er darf keinesfalls 8 Wochen unterschreiten. Bei regelmäßigen beziehungsweise mehrfachen Blutspenden jährlich wird den Spendern eine medikamentöse Eisenprophylaxe angeboten. Der Spender wird nur zur Blutspende zugelassen, wenn die Blutspende sowohl im Hinblick auf seine Gesundheit als auch für die Herstellung von Transfusionsblut ärztlich unbedenklich ist.

Plasmaspende (Plasmapheresespende)

Das Plasma wird entweder zur Herstellung weiterer Produkte oder zum unmittelbaren therapeutischen Einsatz entnommen. Es wird maschinell gewonnen, wobei die Zellbestandteile (z. B. die roten Blutkörperchen) dem Spender wieder zugeführt werden (Plasmapherese). 
Bei einer Plasmaspende werden ca. 600 ml Plasma entnommen. Die Häufigkeit der Plasmaspende und ihr zeitlicher Abstand wird dem einzelnen Spender angepasst. Das Gesamtvolumen darf 25 l Plasma pro Jahr nicht überschreiten. Die Eignungsuntersuchung vor der ersten Plasmaspende liegt regelmäßig nicht mehr als 4 Wochen zurück. Sie ist nach jeder 15. Plasmaspende, zumindest aber innerhalb eines Zeitraumes von 2 Jahren, zu wiederholen.

Thrombozytenspende (Thrombozytapheresespende)

Bei Thrombozytapheresespendern wird eine allgemeine Spendetauglichkeit vorausgesetzt. Zusätzlich zu den o.g. Untersuchungen wird darauf geachtet, dass die Thrombozyten des Spenders nicht durch Medikamente (z. B. Acetylsalicylsäure-Aspirin) in ihrer Funktion beeinträchtigt sind.

Bei Fragen zur Blutspende stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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