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NEWS zur Notinsel

Notinsel-Projekt wird zum Selbstläufer

Artikel im Allgemeiner Anzeiger am 20.09.2011

Notinsel- Projekt wird zum Selbstläufer

DRK-Kreisverband brachte am Freitag das erste Hilfezeichen für Kinder im Rewe-Markt in Sömmerda an. Bisher unterstützen Bauminister Carius und über 40 Mitwirkende diese bundesweite Aktion.

Thüringer Allgemeine 07. Mai 2011

Sömmerda. Mit einem richtigen Fest wurde gestern in der Erfurter Straße im Rewe-Markt die erste Notinsel für Kinder eingeweiht. "Wir haben uns gern den Aufkleber an die Tür kleben lassen, um zu zeigen: Wir helfen Kindern", sagte Jörg Fackelmann, der Chef, der bereits zur Einweihung des Marktes vor einigen Woche einen großen Karton voller Kinder-Radhelme spendiert hatte.

Das Symbol soll Kindern sagen: Komm herein, sprich einen Mitarbeiter des Marktes an und erzähle ihm, was dich bedrückt. So wird zum Beispiel die Kasse zu einer Notinsel, wo ein Erwachsener ist, der Hilfe organisieren kann.

"Wir haben heute nicht nur das erste Nothilfezeichen im Landkreis geklebt, sondern generell unsere Hausaufgaben gemacht Gelder eingeworben, Partner gesucht, Infomaterial verteilt", so der DRK-Vorstand Thomas Haupt. Tina Wendt, die gerade beim Roten Kreuz in Sömmerda ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert und das Projekt "Notinsel" betreut, freut sich: "Angefangen in der Innenstadt werden wir ab Montag die Aufkleber und Broschüren an 60 Standorte bringen. Es wäre toll, wenn wir im Landkreis noch mehr Partner finden. Ein Anruf bei mir genügt: (03634) 68 81 31."

Einige der Partner waren gestern zur Stelle, um bei der Eröffnung praktisch mitzuhelfen. Neben Getränke-Jochmann und Eiscafé Venezia war das auch Bauminister Christian Carius. "Notinsel kann jeder Geschäftsinhaber werden, der über ein Objekt mit Publikumsverkehr verfügt und dessen Ladenraum für Kinder von der Straße gut erreichbar ist", warb Carius als Schirmherr der Aktion im Landkreis.

Hier gibt es bereits Unterstützung

DRK-Kreisverband, Barmer, AOK Plus, Domino Kinderbekleidung, Schwimmhalle, Büro Meyer, Schüler-Freizeit-Zentrum, Getränke Jochmann in Sömmerda, Wundersleben und Weißensee; SPD-Bürgerbüro, Tierarzt Dr. Stolarow Rastenberg, Post/Wäscherei in Kindelbrück, Stadt Sömmerda/Rathaus/Ordnungsamt/Dreyse-Haus, Rewe, Sparkasse, Thepra-Landesverband in Sömmerda, Goldschmied Lompe,

Thüringer Allgemeine/Pressehaus, CDU-Bürgerbüro, Kindertagesstätte St. Bonifatius, Pizza-Treff, DRK-Seniorenpark "Am Mühlgraben"; DRK-Betreutes Wohnung/Lessingstraße, Kindergärten "Waldstrolche" Beichlingen, "Sonnenschein" Eckstedt, "Die drei Strolche" Schwerstedt, "Blumenwiese" Rastenberg, "Zwergenland" Olbersleben, Eiscafé Venezia, A & V für Kindermode, Fleischerei Lorber

 

Grundstein ist gelegt

Projekt „Notinsel“ verfügt über 35 Partner und Startkapital

 

Da Projekt „Notinsel“ ist so gut wie startklar. Gestern brachte Minister Christian Carius 1000 €, Ende des Jahres hatte es schon 1800 € vom Sozialen Tag bei den Kölledaer Motorenbauern gegeben. Die DRK Initiative für Kinder wird im Landkreis bereits durch 35 Partner unterstützt.

 

„Die Aktion ist auf dem besten Weg ein Selbstläufer zu werden“ , freut sich DRK-Vorstand Thomas Haupt. Unsere Zeitung konnte ein zweites Mal helfen, als sie über das Vorhaben des Roten Kreuzes berichtete, die bundesweite Aktion „Notinsel“ auch im Landkreis zu installieren. „Wir haben außerdem am Jugendstammtisch darüber gesprochen und weitere Zusagen bekommen.“
Dr. Rudolf Falkner, Präsident des DRK Kreisverbandes, schätzt diese Partnerschaft hoch ein.
„Wir können Kindern Hilfe anbieten, auch wenn es sich um vermeintlich kleine Notfälle handelt, zum Beispiel wenn der Schlüssel plötzlich weg ist. Unsere Partner im Kreis haben dann eine Rufnummer parat und können sofort reagieren.“
Bauminister Christian Carius (CDU), der gern die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte, übergab gestern zur Unterstützung 1000 Euro aus Lotto- Überschüssen.
„Meine Tochter bekam in der 2. Klasse ein Mobiltelefon und war damit nicht die Erste. Viele Kinder halten heute auf diesem Weg mit ihren Eltern Kontakt. Dennoch sind solche Angebote wie die Notinsel wichtig“, schätzt der Minister ein und fügt hinzu: „Gefahren sind vielfältig. Die Notinseln sind ein wichtiger Anlaufpunkt“.
Für die jetzt vorhanden Mittel kauft der DRK beim bundesweit agierenden Träger und Initiator der Notinsel, der Stiftung Hänsel + Gretel, Aufkleber und Faltblätter. Findet sich noch ein weiterer Sponsor, sollen noch Malbücher dazu kommen, die in Kindergärten und Schulen verteilt werden.
Partner der Aktion „Notinsel – Wo wir sind, bist du sicher“ gibt es bislang 35 im Landkreis, dazu gehören zum und Weißensee, Tierarzt Dr. Stolarow in Rastenberg und die REWE- Märkte. „Unser Ziel ist es, im Landkreis 100 Notinseln anzubieten und damit ebenso viele wie die Stadt Erfurt“, kündigt Thomas Haupt an. Christian Carius erklärte gestern spontan, dass sein Wahlkreisbüro in der Brauhausstraße „Notinsel“ wird und sicher nicht nur, weil das SPD- Büro sich bereits gemeldet hatte. Wer auch mithelfen will: beim DRK Tina Wendt anrufen Tel: 036 34/ 688 131

 

Thüringer Allgemeine 22. März 2011